Vorhofflimmern mit einer Operation beseitigen?

Prof. Salzberg im Patienten-Interview der SonntagsZeitung (15.9.2019)

Bei Vor­hof­flim­mern bringt die chir­ur­gi­sche Abla­ti­on aus­ge­zeich­ne­te Lang­zeit­er­geb­nis­se und ermög­licht das Abset­zen vom Blut­ver­dün­ner. Pati­ent Hugo Eisen­bart berich­tet über sei­ne Erfah­run­gen.

Was waren Ihre Symptome?

Herr Eisen­bart, bei Ihnen wur­de 2015 eine «chir­ur­gi­sche Abla­ti­on» vor­ge­nom­men. Sie sind heu­te 64 Jah­re alt und arbei­ten immer noch bei der SBB. Trotz der stren­gen Arbeit bei der Bahn waren Sie immer recht gesund. Wie haben Sie erkannt, dass Sie an Vor­hof­flim­mern lei­den?

Wie ich von Ihnen später erfah­ren habe, hat­te ich die typi­schen Vor­hof­flim­mern-Beschwer­den: Herz­stol­pern, oft Schwin­del und später zuneh­mend Kurz­at­mig­keit. Die Beschwer­den wur­den über weni­ge Mona­te immer stärker. Mei­ne Frau schick­te mich dann zum Haus­arzt. Er erkann­te schnell, dass da etwas mit dem Her­zen und ins­be­son­de­re dem Puls nicht gut sein könnte. Er hat mich an den Kar­dio­lo­gen überwiesen.

Untersuchung beim Kardiologen

Wie hat Sie der Kar­dio­lo­ge unter­sucht und was war der Befund?

Der Kar­dio­lo­ge mach­te ein Elek­tro­kar­dio­gramm, eine Echo­kar­dio­gra­phie und ein Lang­zeit-EKG über 48 Stun­den. Dann sag­te er mir, ich hätte Vor­hof­flim­mern. Ich war nicht begeis­tert!

Wel­che The­ra­pie hat er Ihnen dann ver­ord­net?

Ich sol­le mit einem Beta­blo­cker begin­nen, um den Rhyth­mus zu sta­bi­li­sie­ren. Das habe ich ver­sucht, jedoch hat­te ich star­ke Neben­wir­kun­gen, mir war ständig schwind­lig und ich war sehr müde. Es war zuneh­mend eine Belas­tung. Ich habe mich dann nach wei­te­ren Optio­nen erkun­digt.

Prof. Dr. med. Sacha P. Salz­berg und Hugo Eisen­bart

Betablocker als erste Massnahme

Wel­che The­ra­pie-Optio­nen wur­den Ihnen von Ihren Ärzten vor­ge­schla­gen?

Die Kathe­ter-Abla­ti­on, also der Ein­griff über die Leis­te, und dann durch das Herz, um das Gewe­be zu veröden. Jedoch gaben mir die Kar­dio­lo­gen eine Erfolgs­pro­gno­se von nur 50 Pro­zent mit einem Ein­griff, weil mein Herz schon vergrössert war. Das war mir zu wenig. Das hätte bedeu­tet, dass ich viel­leicht zwei- bis drei­mal hätte mit dem Kathe­ter ope­riert wer­den müssen. Das war noch nicht die opti­ma­le Lösung für mich.

Prof. Dr. med. Sacha P. Salz­berg im Pati­en­ten-Inter­view

Chirurgische Ablation bei Vorhofflimmern

Wie sind Sie dann auf die chir­ur­gi­sche Abla­ti­on gestos­sen?

Ein Bekann­ter aus mei­nem Umfeld war bei einem Publi­kums­vor­trag von Ihnen (Prof. Salz­berg) und war begeis­tert. Am nächsten Tag habe ich dann bei ihm ange­ru­fen. Er konn­te mir schon am Tele­fon sehr gut erläutern, wer für die Ope­ra­ti­on infra­ge kommt, wie der Ablauf ist und was die Vor­tei­le sind. Dann war ich ein paar Tage später bei ihm vor­stel­lig.

Minimal-invasive Operation am Herzen

Chrir­ur­gen am OP-Tisch: In Voll­nar­ko­se wird eine Lun­gen­ve­nen-Iso­la­ti­on durchgeführt und eine Clip­ping (Ver­schluss) des lin­ken Herz­ohrs. Der zugang erfolgt mit­tels tho­ras­ko­pie von bei­den Sei­ten. Der ein­griff wird am schla­gen­den Her­zen durchgeführt.

Was war für Sie aus­schlag­ge­bend, die Abla­ti­on chir­ur­gisch vor­zu­neh­men?

Die Metho­de, also dass es nur einen ein­ma­li­gen Ein­griff von cir­ca 90 Minu­ten braucht, dass es von aus­sen her, also über klei­ne Eingänge am Brust­korb pas­siert, hat mich inter­es­siert. Nach den Vor­un­ter­su­chun­gen hat mich die mit Prof. Salz­berg bespro­che­nen Erfolgs­chan­ce überzeugt.

Wie ist die Ope­ra­ti­on ver­lau­fen? Hat­ten Sie Zwei­fel?

Es war Som­mer 2015, der Ein­griff ver­lief gut, ohne Kom­pli­ka­tio­nen. Ich war opti­mal vor­be­rei­tet. Ich hat­te volls­tes Ver­trau­en in Prof. Salz­berg und das Team. Angst hat­te ich kei­ne. Nach vier Tagen im Spi­tal war ich eine Woche zu Hau­se und anschlies­send wie­der bei der Arbeit.

Nach der chirurgische Ablation

Wann haben Sie die Medi­ka­men­te abge­setzt?

Etwa sechs Wochen nach der Ope­ra­ti­on. Dann habe ich die Medi­ka­men­te nicht mehr gebraucht. Seit­her neh­me ich nichts mehr. Das ist eine gros­se Erleich­te­rung.

Wie geht es Ihnen heu­te, 4 Jah­re nach dem Ein­griff?

Mir geht es heu­te sehr gut. Ich fühle mich gesund, mache viel Sport und wan­de­re so oft wie ich kann.

Leben Sie heu­te ohne Einschränkungen?

Ja, alles weg. Ich lebe ein ganz nor­ma­les Leben, ohne Blutverdünner oder sons­ti­ge Medi­ka­men­te.

Nie mehr Vorhofflimmern?

Haben Sie heu­te noch Vor­hof­flim­mern?

Ich weiss gar nicht mehr, wie das war. Ich fühle mich rund­um gesund. Kei­ner­lei Rhythmusstörungen. Mein Herz ist gesund. Mein Kar­dio­lo­ge ist auch zufrie­den mit mir, ich gehe ein­mal im Jahr zur Kon­trol­le zu ihm.

Würden Sie Ope­ra­ti­on wie­der machen?

Ja, ich würde die Ope­ra­ti­on wie­der machen. Ich habe die Ope­ra­ti­on ja mei­nem Bru­der emp­foh­len – den haben Sie (Prof. Salz­berg) dann drei Mona­te später auch mit Erfolg ope­riert. Ihm geht es gleich gut wie mir heu­te! Unse­re Lebensqualität ist tip­top. Vie­len Dank!

Prof. Salz­berg mit sei­nem langjährigen Men­tor und jetzt Part­ner Dr. med. Wim-Jan van Boven (PhD) aus Ams­ter­dam

Quel­le: Inter­view in Bei­la­ge der Sonn­tags­Zei­tung vom 15 Sep­tem­ber 2019

Prof. Salzberg im Patienten-Interview der SonntagsZeitung

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